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Photovoltaik Förderung 2026: Alle Zuschüsse im Überblick

Photovoltaik Förderung 2026: Einspeisevergütung, 0 % MwSt, KfW 270 und regionale Zuschüsse bis 4.750 €. Mit Rechenbeispiel, bevor 2027 die Vergütung fällt.

Die Photovoltaik Förderung 2026 besteht aus vier Bausteinen: 0 % Mehrwertsteuer beim Kauf, garantierte Einspeisevergütung (7,78 ct/kWh bis 10 kWp), günstige KfW-Kredite ab rund 3,9 % und regionale Zuschüsse von bis zu 4.750 €. Wichtig: Wer bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die Einspeisevergütung noch für volle 20 Jahre. Ab 2027 soll sie für Neuanlagen wegfallen.

Die Photovoltaik Förderung 2026 macht Solarstrom für Eigenheimbesitzer so attraktiv wie selten zuvor. Gleichzeitig läuft die Uhr: Die geplante EEG-Reform will die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 streichen. Die Kombination aus Steuervorteilen, günstigen Krediten und regionalen Zuschüssen sorgt dafür, dass sich eine PV-Anlage in den meisten Fällen innerhalb von 7 bis 12 Jahren amortisiert. Was die Anlage selbst kostet, haben wir im großen Kosten-Ratgeber 2026 aufgeschlüsselt. Hier findest Du alle aktuellen Fördermöglichkeiten im Überblick, mit konkreten Zahlen, einem Rechenbeispiel und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Antragstellung.

Warum 2026 das Entscheidungsjahr für die Förderung ist

Das Bundeswirtschaftsministerium plant in seinem Referentenentwurf zur EEG-Reform, die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp zum 1. Januar 2027 abzuschaffen. Hintergrund: Die EU-Beihilfegenehmigung für das aktuelle EEG läuft Ende 2026 aus. An die Stelle der festen Vergütung sollen marktorientierte Modelle wie Direktvermarktung treten.

Für Dich heißt das: Bestandsschutz zählt. Jede Anlage, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb geht und im Marktstammdatenregister angemeldet ist, erhält die zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt gültige Vergütung für volle 20 Jahre garantiert. Das sind bei einer typischen 10-kWp-Anlage über die Laufzeit mehrere tausend Euro planbare Einnahmen. Alle Details zur Reform findest Du in unserem Artikel zum Wegfall der Einspeisevergütung.

Einspeisevergütung 2026: Aktuelle Sätze

Die Einspeisevergütung ist der gesetzlich garantierte Preis, den Dein Netzbetreiber für eingespeisten Solarstrom zahlt, festgelegt im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und ab Inbetriebnahme für 20 Jahre fix. Für Anlagen, die zwischen Februar und Juli 2026 in Betrieb gehen, gelten diese Sätze:

Anlagengröße Teileinspeisung (Überschuss) Volleinspeisung
bis 10 kWp 7,78 ct/kWh 12,34 ct/kWh
10 bis 40 kWp 6,73 ct/kWh 10,35 ct/kWh
40 bis 100 kWp 5,50 ct/kWh 10,35 ct/kWh

Zum 1. August 2026 sinken die Sätze planmäßig um 1 % auf dann 7,71 ct/kWh (Teileinspeisung, bis 10 kWp) bzw. 12,23 ct/kWh (Volleinspeisung). Diese halbjährliche Degression ist im EEG festgelegt und gilt unabhängig vom tatsächlichen Zubau.

Teileinspeisung oder Volleinspeisung?

Die meisten Eigenheimbesitzer fahren mit der Teileinspeisung (auch Überschusseinspeisung) besser: Du verbrauchst Deinen Solarstrom selbst und speist nur den Überschuss ein. Da jede selbst verbrauchte Kilowattstunde 30 bis 40 Cent Netzstrom erspart, ist der Eigenverbrauch rund vier- bis fünfmal so viel wert wie die Einspeisevergütung. Die Volleinspeisung lohnt sich vor allem bei sehr großen Anlagen auf Wirtschaftsgebäuden, wo kaum Eigenverbrauch anfällt.

0 % Mehrwertsteuer: Der größte Förderbaustein

Seit Januar 2023 gilt in Deutschland der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG auf die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen für Wohngebäude. Das bedeutet: Auf den Kauf von Solarmodulen, Wechselrichtern, Stromspeichern und Montagematerial zahlst Du als Privatkunde keine Umsatzsteuer. Die Regelung ist unbefristet und gilt auch 2026 unverändert.

Was genau ist mehrwertsteuerfrei?

  • Solarmodule: alle gängigen Module für Aufdach, Indach und Balkon
  • Wechselrichter: String-, Hybrid- und Mikrowechselrichter
  • Stromspeicher: Batteriespeicher als Teil der PV-Anlage
  • Montagesystem: Dachhaken, Schienen, Klemmen und Zubehör
  • Installation: Montage und Elektroinstallation durch Fachbetriebe
  • Zubehör: Kabel, Stecker, Smartmeter, Monitoring

Voraussetzungen

Der Nullsteuersatz gilt für PV-Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden mit einer Leistung von bis zu 30 kWp. Gewerbliche Anlagen auf Nicht-Wohngebäuden sind ausgenommen, sie werden weiterhin mit 19 % MwSt berechnet. Bei Green Monkeys Energy siehst Du für jedes Produkt automatisch den Preis mit 0 % MwSt für Privatkunden.

Einkommensteuerbefreiung obendrauf

Zusätzlich sind Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp seit 2022 von der Einkommensteuer befreit. Du musst also weder die Einspeisevergütung noch den selbst verbrauchten Strom versteuern. Die früher notwendige Gewerbeanmeldung als Anlagenbetreiber entfällt ebenfalls.

KfW-Förderung: Kredit 270 für Photovoltaik

Das Programm KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard) ist der zentrale Förderkredit für Photovoltaik in Deutschland. Damit finanzierst Du bis zu 100 % Deiner Investitionskosten: PV-Anlage, Speicher und sogar die zugehörige Wallbox.

  • Kredithöhe: für Privathaushalte typischerweise 10.000 bis 30.000 €
  • Laufzeit: 5 bis 20 Jahre, mit 1 bis 3 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Zinssatz: ab ca. 3,9 % effektiv (Stand Juni 2026, abhängig von Bonität und Laufzeit). Zum Vergleich: klassische Bankkredite liegen aktuell bei 5,5 bis 7,5 %.
  • Antragstellung: über Deine Hausbank, immer vor Beginn der Investition

Weitere KfW-Programme

  • KfW 261/262 (Bundesförderung für effiziente Gebäude): Wenn Du Dein Haus energetisch sanierst, kann die PV-Anlage Teil eines Gesamtpakets sein.
  • KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos): Der beliebte Zuschuss für PV + Speicher + Wallbox aus 2023/2024 ist ausgelaufen. Eine Neuauflage ist Stand Juni 2026 nicht absehbar.

Regionale Förderprogramme: Das verschenkte Geld

Neben den bundesweiten Förderungen bieten einzelne Bundesländer, Städte und Gemeinden zusätzliche Zuschüsse für Photovoltaik, Speicher oder Wallboxen. Marktbeobachtungen zeigen: Bis zu 70 % der Käufer lassen diese Mittel liegen, weil sie die Programme nicht kennen.

Aktive Programme (Stand Juni 2026, Auswahl)

  • Berlin (SolarPLUS): Zuschüsse für Batteriespeicher, Anlagen auf Denkmälern und Zählerschrank-Modernisierung. Für Einfamilienhäuser sind bis zu 4.750 € drin, wenn PV mit Speicher kombiniert wird.
  • Baden-Württemberg (BW-e-Solar-Gutschein): bis zu 500 € Zuschuss für eine Wallbox in Kombination mit einer neuen PV-Anlage.
  • NRW (progres.nrw): Förderung für Sonderfälle wie gebäudeintegrierte PV und Parkplatzüberdachungen.
  • Sachsen (SAB „Energie und Speicher"): zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für PV, Speicher und Ladeinfrastruktur.

Dazu kommen viele kommunale Programme: Manche Städte zahlen Boni pro kWp installierter Leistung oder bezuschussen Balkonkraftwerke pauschal mit 100 bis 500 €.

So findest Du Deine regionale Förderung

Die beste Anlaufstelle ist die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de). Dort gibst Du Standort und Vorhaben ein und bekommst alle verfügbaren Programme von Bund, Land und Kommune angezeigt. Prüfe zusätzlich die Website Deines Energieversorgers: Viele Stadtwerke bieten eigene Zuschüsse für PV-Kunden.

Förderung für Speicher und Wallbox

Ein eigenes Bundesprogramm für private Stromspeicher oder Wallboxen gibt es seit dem Ende von KfW 442 nicht mehr. Beide lassen sich aber über den KfW 270 mitfinanzieren, wenn sie Teil einer PV-Anlage sind. Regional sieht es besser aus: Einige Länder und Kommunen bezuschussen Speicher mit 100 bis 300 € pro kWh Kapazität.

Der größte finanzielle Vorteil bleibt der Nullsteuersatz: Wenn Du einen Stromspeicher oder eine Wallbox zusammen mit Deiner PV-Anlage kaufst, zahlst Du keine Mehrwertsteuer. Das spart bei einem 10-kWh-Speicher schnell 500 bis 700 € gegenüber dem Bruttopreis.

Schritt für Schritt: So beantragst Du die Förderung

  1. Fördermöglichkeiten prüfen: Suche in der Förderdatenbank des Bundes nach Programmen für Deinen Standort. Notiere Fristen und Voraussetzungen.
  2. Anlage planen und Angebote einholen: Stelle Dir Dein System zusammen, aber bestelle noch nicht. Viele Programme verlangen den Antrag vor Auftragsvergabe.
  3. KfW-Kredit beantragen (optional): Mit dem Angebot zur Hausbank, Bearbeitungszeit meist 1 bis 3 Wochen.
  4. Regionale Förderung beantragen: Parallel zum KfW-Antrag, falls Dein Land oder Deine Kommune ein Programm hat.
  5. Anlage bestellen und installieren: Nach der Förderzusage kannst Du bestellen. Bei Green Monkeys Energy automatisch mit 0 % MwSt.
  6. Anlage im Marktstammdatenregister anmelden: Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im MaStR der Bundesnetzagentur registrieren. Ohne Registrierung keine Einspeisevergütung.
  7. Einspeisevergütung erhalten: Dein Netzbetreiber zahlt die EEG-Vergütung aus. Der Satz zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt ist 20 Jahre garantiert.

Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage mit Speicher

Wie wirken die Förderbausteine zusammen? Ein realistisches Beispiel für ein Einfamilienhaus in Süddeutschland mit 4.500 kWh Jahresverbrauch, 10-kWp-Anlage, 10-kWh-Speicher und 70 % Eigenverbrauchsquote:

Position Kosten (0 % MwSt)
PV-Module (z. B. 23x Trina Solar 435 W) ca. 2.500 €
Hybrid-Wechselrichter (z. B. Growatt SPH 10000) ca. 1.100 €
Speicher (z. B. Growatt ARK 10,24 kWh) ca. 2.400 €
Montagesystem (K2 Systems) ca. 600 €
Installation und Elektrik ca. 3.000 bis 4.000 €
Gesamtinvestition ca. 9.600 bis 10.600 €

Ohne den Nullsteuersatz würde dieselbe Anlage ca. 11.400 bis 12.600 € kosten. Du sparst also rund 1.800 bis 2.000 € allein durch die MwSt-Befreiung.

Jährlicher Ertrag

  • Eingesparter Netzstrom: 3.150 kWh × 0,35 € = ca. 1.100 €
  • Einspeisevergütung: 3.000 kWh × 0,0778 € = ca. 234 €
  • Gesamt: ca. 1.334 € pro Jahr

Bei rund 10.000 € Investition liegt die Amortisation bei etwa 7 bis 8 Jahren. Danach produziert die Anlage für weitere 15+ Jahre praktisch kostenlosen Strom. Über die Lebensdauer von 25+ Jahren ergibt sich ein Vorteil von 20.000 bis 25.000 €. Und das Beispiel zeigt auch: Die Einspeisevergütung macht nur rund 18 % des jährlichen Ertrags aus. Selbst nach ihrem Wegfall 2027 bleibt PV rentabel, nur eben mit längerer Amortisation.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?

Für Anlagen bis 10 kWp beträgt die Einspeisevergütung bei Teileinspeisung 7,78 ct/kWh (Februar bis Juli 2026) bzw. 7,71 ct/kWh (ab August 2026). Bei Volleinspeisung sind es 12,34 bzw. 12,23 ct/kWh. Der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist für 20 Jahre garantiert.

Wird die Einspeisevergütung 2027 wirklich abgeschafft?

Der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab dem 1. Januar 2027 durch marktorientierte Modelle zu ersetzen. Bestandsanlagen und alle Anlagen mit Inbetriebnahme bis Ende 2026 behalten ihre zugesagte Vergütung für volle 20 Jahre.

Gibt es 2026 noch die 0 % Mehrwertsteuer auf PV?

Ja. Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit Januar 2023 unbefristet. Für Privatkunden mit Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden entfällt die Umsatzsteuer auf Module, Wechselrichter, Speicher, Montage und Installation.

Welche KfW-Förderung gibt es für Photovoltaik?

Das wichtigste Programm ist der KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard). Der Kredit finanziert bis zu 100 % der Investitionskosten zu Zinsen ab ca. 3,9 % effektiv (Stand Juni 2026) mit Laufzeiten bis 20 Jahre. Der Antrag läuft über Deine Hausbank und muss vor der Bestellung gestellt werden.

Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?

Ja, in der Regel lassen sich Nullsteuersatz, Einspeisevergütung, KfW-Kredit und regionale Zuschüsse kombinieren. Prüfe aber die Bedingungen: Manche kommunalen Programme schließen die Kombination mit bestimmten Landesprogrammen aus, und fast alle verlangen den Antrag vor der Auftragsvergabe.

Fazit: Förderung mitnehmen, solange es sie gibt

Die Photovoltaik Förderung 2026 bietet Dir mit Nullsteuersatz, garantierter Einspeisevergütung und günstigen KfW-Krediten ein starkes Gesamtpaket. 2026 ist dabei das letzte Jahr mit fester Einspeisevergütung für Neuanlagen: Wer bis Silvester in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre planbare Einnahmen.

Du möchtest wissen, welche Anlage zu Deinem Dach passt und welche Förderung Du mitnehmen kannst? Starte jetzt Deine kostenlose Projektierung. Wir planen Dein System, liefern alle Komponenten mit 0 % MwSt und begleiten Dich bis zur Anmeldung im Marktstammdatenregister.

Green Monkeys Energy Dein Partner für Solarstrom aus eigener Hand. Wir planen, liefern und installieren Solaranlagen, Speicher und Wärmepumpen für private Haushalte in ganz Deutschland, mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der Branche.

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